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Kommunale Informations- und Wissensräume – die neue Qualität von Verwaltung
Vernetztes Wissen anstatt isolierter Datensilos – ein entscheidender Schritt für moderne Städte, Kreise und Gemeinden, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Urbane Datenplattformen dienen dabei als Basis ressortübergreifender Datenökosysteme, um kommunale Daten zu erfassen, zu verknüpfen und bereitzustellen. Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt bei der Analyse und Anwendung von Wissen, Digitale Zwillinge ermöglichen Simulationen und Szenarien integrierter Stadtentwicklungsprozesse.
Ausbau der Smart-City-Entwicklung in Deutschland
Die vom Bund gefördert 73 Modellprojekte Smart Cities dienen als Experimentierorte der integrierten Stadtentwicklung. Ziel ist es, Kommunen in Deutschland zu befähigen, vielfältige praktische Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, um die Smart-City-Entwicklung in Deutschland voranzutreiben.
Positionspapiere skizzieren dabei den Weg zu einer flächendeckenden Nutzung von Smart-City-Lösungen in deutschen Kommunen. Ein entscheidender Hebel stellt dabei der 2024 veröffentlichte Stufenplan „Smarte Städte und Regionen“ dar.
Für die Kommunen geht es jetzt darum, die aufgebauten digitalen Strukturen (wie Datenplattformen oder digitale Bürgerdienste) finanziell eigenständig tragfähig zu machen. Angesichts der allgemeinen Haushaltslage des Bundes sind derzeit allerdings keine neuen Bewerbungen für Modellprojekte möglich. Trotz dieser Rahmenbedingungen muss diese Entwicklung weiter vorangetrieben werden.
Datenbasierte Ökosysteme mit vernetzten Geoinformationen
Der Kraftakt der nachhaltigen Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland gelingt nur durch den Aufbau datenbasierter Ökosysteme mit vernetzten Geoinformationen. Dieses erfordert auch eine stärkere institutionelle Einbindung der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE). Die Entwicklungen im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung mit OZG, Registermodernisierung, die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Smart-City/Region-Initiativen erfordern schon heute eine wesentlich stärkere prozessorientierte Einbindung von Geoinformationen. Der Anspruch muss sein, Daten in einer erforderlichen Qualität zur Lösung der gesellschaftlichen Fragen von morgen nachhaltig zu vernetzen und prozessorientiert bereitzustellen.
Der DatenRaumFreiburg zeigt auf, wie vernetzte Daten und digitale Zwillinge Verwaltungsspitzen, Politik und Bürgerschaft ein neues, gemeinsames Kooperations- und Entscheidungsfundament geben – von der Schul- und Verkehrsplanung bis zur Quartiersentwicklung.
Die Kommune X.0-Vorstandsmitglieder Ivan Acimovic, Ralf Armbruster und Dr. Stefan Ostrau gehören mit ihren Projekterfahrungen mit Wissensräumen, Kooperationsplattformen und digitalen Zwillingen zu den anerkannten Pionieren der digitalen Verwaltungsmodernisierung.
für die intelligente Steuerung von Städten, Kreisen und Gemeinden
Ein moderner Staat hat seine Wurzeln in der Kommune: Sie ist das unmittelbare Lebensumfeld aller Bürgerinnen und Bürger. Wer heute Bürgermeisterin oder Bürgermeister ist, entscheidet mit, ob die eigene Stadt den digitalen Wandel im Sinne der Bürgerschaft gestaltet – oder von ihm gestaltet wird. Ressortübergreifende Datenökosysteme als kommunaler Informations- und Wissensraum bietet dafür den strategischen Hebel: Alle wichtigen Daten, Informationen und Erfahrungen der Verwaltung werden so vernetzt, dass Sie als Stadtspitze schneller, fundierter und vorausschauender entscheiden können – von der Schul- und Verkehrsplanung bis zur Quartiersentwicklung.
Auf Basis dieser Betrachtung wird etwa die aktuelle Registermodernisierung zum Motor einer echten Verwaltungsreform: Daten werden einmal erhoben, vielfach genutzt und in „digitalen Zwillingen“ der Kommune, die Einrichtungen, Infrastrukturen und Prozesse standardisiert beschreiben, für Szenarien und Simulationen nutzbar gemacht.
Das erhöht Effizienz und Rechtssicherheit, vor allem aber Ihre Steuerungsfähigkeit – Sie sehen frühzeitig, wo Handlungsbedarf entsteht, und können Entwicklungen proaktiv steuern, statt nur zu reagieren.
Die Erfahrungen aus Freiburg zeigen, dass sich dieser Weg lohnt: Mit dem Modellprojekt Daten:Raum:Freiburg entsteht ein „System of Systems“, das Fachämter, Stadtplanung, Beteiligung und Smart-City-Ansätze verbindet und dabei konsequent auf Gemeinwohlorientierung, Partizipation und Datensouveränität setzt.
Politisch entscheidend ist: Es handelt sich nicht um ein weiteres Leuchtturmprojekt einer IT-Abteilung, sondern um eine neue Führungs- und Kooperationsplattform für die gesamte Stadt – mit sichtbarem Mehrwert für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.
Ein solcher kommunaler Wissensraum verschafft für Politik und Verwaltung drei strategische Vorteile:
- Ein belastbares, anschauliches Entscheidungsfundament gegenüber Rat, Öffentlichkeit und Aufsicht.
- Stärkung der Attraktivität von Verwaltung als moderne Arbeitgeberin, die Wissen sichert und digitale Kompetenzen systematisch nutzt.
- Positionierung der Kommune als handlungsfähige, souveräne Partnerin gegenüber Land, Bund und Plattformanbietern.
Wer jetzt einsteigt, legt das Fundament dafür, dass seine Stadt auch in zehn Jahren noch gestaltende Kraft und nicht bloß Nutzerin fremder Systeme ist.